Studio-Experimente
In diesem Studio-Experiment untersuchen wir, wie sich Lichtquellen in volumetrischen Medien verhalten – konkret in Nebel und Wasser. Gearbeitet wurde mit Corona Renderer in 3ds Max.
Während Licht im leeren Raum nahezu verlustfrei funktioniert, verändert sich sein Verhalten drastisch, sobald es auf ein Medium trifft: Partikel, Dichte und Streuung machen Licht sichtbar – und gleichzeitig begrenzt.
Im Nebel entstehen Volumen, Kegel und Schichtungen. Licht wird nicht nur reflektiert, sondern gestreut. Dadurch lassen sich Tiefe, Entfernung und Hierarchien im Raum ablesen – selbst ohne klar definierte Geometrie.
Unter Wasser verstärkt sich dieser Effekt: Absorption reduziert Reichweite, Streuung macht Lichtquellen körperlich. Kontraste nehmen ab, Farben verschieben sich, und die Szene wird zunehmend über Licht statt über Form lesbar.
Für uns sind diese Tests mehr als technische Spielerei. Sie schärfen das Verständnis dafür, wie Atmosphäre als räumliches Element funktioniert – ein Thema, das auch in der Architektur jenseits der Visualisierung relevant ist.
Visualisierung wird damit zum Werkzeug, um Licht nicht nur zu zeigen, sondern räumlich erfahrbar zu machen.